Eines Abends

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 15 Februar, 2010 von spyxs

Nun,
wo sich auch für mich die Stunde des Abschieds nähert,
sich der auf Deiner Seele lastende Abend
in sein Gegenteil verkehrt.
Deine Sprache
sich nicht mehr in Düsterkeit verliert.
Nun,
wo Du erkennst,
dass die Ausweglosigkeit nicht ewig währt,
und die Einsicht
Dich hat eines anderen Blickes gelehrt.
Nun mein Freund, sag’ ich Dir:
Halt’ den Abend fest,
sonst war er nichts wert.

Kältegift

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 14 Februar, 2010 von spyxs

Dort,
im Lichtnebel tobender Welten,
wo tausende Stimmen herum verwelken,
sich das nächtliche Licht
silhouettiert
als ein Schattengesicht,
und mit
Stimmen der Sehnsucht & Melodien der Zuneigung
die Ruhe nicht bricht.
Anblickst Du es,
dieses
Kältegift.

Kältestaub

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 13 Februar, 2010 von spyxs

Unsere Siege werden nicht ewig währen,
unsere Verachtung wird Blindheit sein.
Und jetzt,
wo wir im Verlangen wollen es begehren,
dringt ein Pulver des Verfalls,
der Staub des Zerfressenen, die pure Ermattung
in unsere Körper ein,
sodass es in uns Kälte weckt,
die für uns bleibt
unentdeckt.

Inmitten

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 2 Januar, 2010 von spyxs

Die Seele mit trügerischem Vertrauen verführt.
Die Entbehrlichkeit meines Daseins
an Deiner Seite verspürt.
Die Verzweiflung inmitten eines Hoffnungsschimmers versteckt,
Deine Anwesendheit als Zersplitterung in mir entdeckt.
‘Fühl den frostigen Atem, der sich um meinen Körper legt.
Falsche Propheten dringen in mein Schlafgebet.
Zeiten gewartet, Kilometer gerannt,
‘bin weit weg unglücklich,
Du mein Lichtblick im Niemandsland.
Spür’ den Lebenshauch, wie er verweht,
deine Hand auf meiner Schulter -
zu spät.

Entwichen

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 14 Dezember, 2009 von spyxs

Dring’ nicht weiter in mein Leben ein, das ich heut’ noch lebe
und mir Mühe kostet es einzuhalten.
Die Sehnsucht ist verschwunden,
bis plötzlich kein neuer Tag mehr war.
Nicht für Dich.
Und nicht für mich,
sondern für Uns.
Das, wonach ich sehnte,
war eine weniger komplizierte Art der Verwundbarkeit,
Augenblicke der Unbesorgtheit,
um aus der Veränderung der Symptome
Hoffnung zu schöpfen.
Dring’ nicht weiter in mein Leben ein,
denn Wir …
haben nur eine gemeinsame Geschichte,
doch keine gemeinsamen Erzählungen.

Gewissensentscheidung

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags am 28 April, 2009 von spyxs

Ich überlegte es mir
Und zwar so, wie ich es mir nur überlegen konnte …
Ich roch den Brandgeruch eines unnötigen Leichenfeldzugs
in einer Maschinerie.
Die Distanz zu euch wurde größer, das Misstrauen wuchs.
Phantasmagorie.

Südwestwetter

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags , , am 10 März, 2009 von spyxs

Wie ein Gemälde, ein romantisches Stillleben
spiegelt sich jeder Umriss, jeder Farbtupfer, jeder Lichtstreifen
im virtuellen Ozean glasloser Fenster wider.
Südwestwetter.
Blauer Himmel, niedrige Luftfeuchtigkeit.
Ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit.
Schweißperlen verdampfen zischend auf der Haut,
dringen mit jedem Atemzug tiefer ins Gewebe ein.
Ich kann nichts sehen, treib’ auf Abwegen
dem reflektierenden Licht der Raumtiefe entgegen.
Zu einem Kunstwerk, das sich jenseits des Weltseins verliert.
Südwestwetter, was sich in meinen Augen reflektiert.
Wie nah sind Licht & Raum von hier entlegen?
Die Antwort ist blind.
Ich bin blind.
Sag’ es mir Südwestwetter!
Unseretwegen.

Eisregen

Veröffentlicht in Kurzgedanken mit den Tags am 9 März, 2009 von spyxs

Der Regen ist von nun an kälter als zuvor.
Regentränen der Abenddämmerung erstickten den Tag,
verwandelten sich zu Eisregen.
Ich lebe schon lange nicht mehr,
sondern werde gelebt.

Weggeredet

Veröffentlicht in Kurzgedanken am 5 März, 2009 von spyxs

Sie brachte vieles,
das zunächst unwesentlich erschien,
in Wesentliches ein und vermischte einiges.
Es war nicht die Stunde der Erprobung des Scheiterns.
Vielmehr die Stunde der Wahrheit.
Es war die gefürchtete Stunde.
Ich habe nichts mitzuteilen,
niemals, niemandem.
Wir redeten uns weg.

Vergessen

Veröffentlicht in Kurzgedanken am 3 März, 2009 von spyxs

Das einzige, was bleibt,
ist Traurigkeit, Bitternis
und ein Gefühl der ausweglosen Leere,
der Unausgefülltheit.
Ich bin vergessen in ihren Herzen,
wie ein Toter.

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